Altenwerder, Heimfeld und Moorburg
Diese drei Stadtteile an der Elbe werden vom
Hafen und seiner Industrie geprägt. In Altenwerder verschwand
sogar ein ganzes Dorf zugunsten der Hafenerweiterung. Jetzt steht hier
ein modernes Containerterminal.
Der bevölkerungsstärkste Stadtteil ist hier Heimfeld. Dort
wohnen an die 20 000 Menschen - für ein Viertel am Rande des
Hafens beachtlich. In teilweise recht dörflich-romantisch
wirkenden Moorburg leben deutlich weniger Hamburger, die in der
Vergangenheit aber immer wieder gezeigt haben , wie sehr
sie ihren Stadtteil lieben. Lange Zeit war auch Moorburg von der
Hafenerweiterung bedroht: Der Protesthaltung vieler Anwohner ist es
wohl mit zu verdanken, dass ihnen garantiert wurde, die existierenden
Strukturen bis 2035 nicht durch neue Hafenerweiterungen zu
verändern. In Altenwerder hingegen sah die Lage in den 1970er
Jahren anders aus.
Folgen der Hafenerweiterung
Die Folgen des Hafenerweiterungsgesetzes kamen in Altenwerder im
erheblichen Ausmaß zum Tragen. Der Hamburger Senat kaufte die
Grundstücke sukzessive auf und die Anwohner mussten wegziehen.
Hafenanlagen fanden schließlich an der Stelle der Häuser,
Gärten und Straßen ihren Platz. Moralische Bedenken
verhinderten wohl, dass man die Kirche St. Gertrud und den Friedhof
auch noch abriss. Und so steht sie denn auch heute noch recht verlassen
auf einem schmalen Grünstreifen zwischen den Industrieanlagen
und dem neuen modernen Containerterminal.
Auch viel "Grün" und Idylle
Im Nordosten Heimfelds an der Süderelbe gibt es vier Seehäfen
mit vielen Raffinerien, aber sonst bestimmt vor allem viel Grün
den Stadtteil.
Die Harburger Berge gelten als beliebtes Naherholungsgebiet, zusammen
mit dem Meyers Park nehmen sie etwa die Hälfte des Stadtteils ein.
Kurzzeitig gab es sogar einen Skilift in den Harburger Bergen! Unweit
der Stelle liegt die Kärntner Hütte, wo man den
zünftigen Obstler auch heute noch bekommt.
Einige Wohnsiedlungen sind hier entstanden, z. B. jüngst auf dem
ehemaligen Kasernengelände. Von multikulturellem Leben und netter
Nachbarschaft geprägt ist die Eigenheimsiedlung Am Radeland.
Ländliche Idylle konnte in Moorburg aller Hafenindustrie zum Trotz
bis in die heutige Zeit hinein gerettet werden. Man ist stolz, mitten
im Grünen zwischen Pferdekoppeln und Elbdeich zu leben.
Gute Verkehrsanbindung
Sicherlich haben die Anwohner auch wegen der recht
hohen Wohnqualität diesen Gemeinschaftssinn im Kampf gegen die
Hafenerweiterung und für die Erhaltung ihrer Stadtteile
entwickelt: Die Verkehrsanbindung der Gegend wird ebenso hoch gelobt.
Die Großstadt liegt gleich vor der Tür durch die Nähe
zu den Autobahnen A7 und A1.
Diese für Gäste manchmal leicht in Vergessenheit geratenden
Stadtteile lohnen einen Besuch. Sei es nun wegen ihrer idyllischen
Lage, des vielen Grüns oder auch um ihrer Einzigartigkeit
willen: Der Kontrast zwischen kühler Industrielandschaft und
sympathischen Wohngebieten wirkt hier besonders intensiv.
Quelle:http://www.hamburg.de/artikel.do?geo=3&cid=3879913
Statistische
Daten zu Heimfeld
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